Als ich angefangen habe diesen Jahresrückblick 2025 zu schreiben- mein erster übrigens- habe ich mir zuerst gedacht: ja, und nun was schreibst du jetzt? War dein Jahr so spektakulär, dass das jetzt irgendwen interessierten könnte. Je länger ich aber darüber nachgedacht habe, um so mehr Dinge, sind mir in den Sinn gekommen.
Es war ein Jahr, in dem ich mir manchmal vorkam wie im Sturmesbrausen.
Schon im Januar wirbelten viele Themen um mich herum und baten um Aufmerksamkeit. Und das bitte unverzüglich.
Es war ein Jahr der Entscheidungen, die getroffene werden mussten. Entscheidungen, die fällig waren um den nötigen Platz für Neues zu geschaffen. Es ging um Loslassen und wieder finden.
Um palettenweise eigens hergestellten Druck mit schickem Etikett.
Aber auch um Selbstwirksamkeit, um Wiedergefundenes, einen Haufen Kreativität und um – na Gottseidank- Leichtigkeit!
Meine Themen und Highlights in 2025
Arbeiten in der Ferne
Lange Zeit habe ich mich mit dem Bewerben um Jobs in der Ferne zurück gehalten. Und damit meine ich Aufträge, bei denen ich zu weit entfernt bin, um Abends wieder bei meiner Familie zu sein. Letztes Jahr hat mich ein Auftrag nun nach Travemünde geführt und ich konnte mich einfach unbeschwert darauf einlassen. Das war sehr schön. Nicht nur war die Location spektakulär, sondern auch die Auftraggeber waren super. Ein rundes Paket also. Und als Kirsche auf alledem habe ich auf dem Rückweg endlich mal wieder meine alte Schulfreundin, die in Hamburg wohnt, besucht. Alles zusammen ein absolutes Highlight in diesem Jahr!





Der Alte muss weg
Der Alte muss weg
Sicher fast ein Jahr haben mir die Macken meines alten Opel Meriva Alpträume von biblischen Ausmaßen beschert. So oft war ich froh, wenn ich mit gepacktem Auto und der Vorfreude auf einen Job im Gepäck, los fahren konnte, ohne dass irgendetwas warnend geblinkt hat. Nach einer kaputten Servolenkungspumpe, die ich noch reparieren lassen musste, hab ich entschlossen, dass mein Nervensystem genug strapaziert wurde. Ich habe nach langem hin und her denken, aber auch trotz allem mit einer Portion Wehmut, nun ein Auto geleast und bin mehr als glücklich darüber, dieses Thema hinter mir zu lassen..



Die Neue muss her
Ich bin in Sachen Kamera echt eine treue Seele, nicht nur in Sachen Marke, sondern auch in der Einsatzdauer einer Kamera. Ich und die Kamera sind sozusagen gut aufeinander eingespielt. Ein Dreamteam, um jetzt mal ein bisschen zu übertreiben. Leider war die alte nun doch etwas ramponiert- kein Wunder- und die Drehrädchen wollten nicht mehr so recht mit spielen.
Also doch mal Neues. Eine Spiegellose mit der Option auch zu Filmen. Mal schauen, wohin mich dieser Pfad führt, dachte ich mir und hab dann in diesem Sommer auch gleich mal einen Film über eine Veranstaltung erstellt. Läuft. Wir Beide kommen klar miteinander.
Die Alte darf ihren Lebensabend hier verbringen und ist jetzt meine Freizeitkamera.
Kopfüber in die Politik
Ich habe diese Jahr den Wahlkampf des Oberbürgermeisters in Dortmund begleiten dürfen. Und das Schöne daran: nicht mit klassischen gestellten Portraits, sondern wie ich es mag und sehr gut kann, mit Portraits im Reportagestil. Es hat mega Spass gemacht in das Politik-Universum auf diese Art und Weise hinein zu schauen. Natürlich musste ich, als die Wahlplakate hingen, einen Tour durch Dortmund machen. Mein Sohn hat mich begleitet und war bei jedem Plakat, das wir entdeckten, ganz stolz auf mich.


Weitere schöne und besondere Momente in 2025

















Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
- Ich bin stolz auf meinen Streik von 716 Tagen in Folge!! Ich habe das Fach Französisch in der Schule abgewählt. Es hat mich einfach zu lange gequält und ich wollte es nur noch los werden.Durch duolingo hab ich meine Liebe zu dieser Sprache wiedergefunden. Für die französische Version von „die Fabelhafte Welt der Amelie“ reicht es noch nicht. Aber ganz ehrlich, wer den Film auf Deutsch kennt, merkt wie schnell dort gesprochen wird.

- Ich habe dieses Jahr, wann immer ich Zeit hatte, in Eigenregie die ganze Wohnung neu gestrichen. Das letzte mal war das vor unserem Einzug 2008 und die Wohnung hat seitdem herum gekickte Bälle ( RIP liebe Reispapierlampe) und die Wände entlang streifende Kinder gesehen. Kurzum: es wurde ausgiebig gelebt in dieser Wohnung. Ich bin jedesmal stolz auf meine Werk,wenn ich zur Wohnung rein komme.
- Ich habe diese Jahr wieder angefangen mich kreativ aus zu probieren. Früher habe ich viel gezeichnet, mochte es auch außerhalb der Fotografie kreativ zu sein. Leider ist diese Leidenschaft irgendwie im Alltag auf der Strecke geblieben. Angefangen habe ich schon in den letzten Jahren mit Sketchnotes, dann bin ich zu Lettering übergegangen und dieses Jahr war Aquarell an der Reihe. Bin sehr stolz auf meine diesjährigen Kreationen.



- Ich habe ich angefangen Ausdauer und Krafttraining zu machen, gehe Joggen und schwinge zuhause die Hanteln. Ich bin stolz darauf, wieder angefangen zu haben, weil ich das sportliche Thema in den letzten Jahren doch etwas habe schleifen lassen.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Wenn ich das Gefühl habe, dass der Sturm um mich tobt und ich nicht weiss, was ich als erstes tun soll, dann ist es am Besten für mich, ganz achtsam auf mich zu schaue und still zu werden wie eine Winternacht.
An dieser Stelle vielen Dank an Peter Beer und Maren Schneider, für Ihre Inspirationen und tolle Arbeit!
Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?
Nicht alles, das man geplant hat und auf die To-do Liste für das Jahr gesetzt hat, muss getan werden. Manchmal ereignen sich auf Nebenwegen viel interessantere und relevantere Dinge, die auf keiner Agenda standen.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
- Ich bin sehr dankbar dafür, dass mein Sohn in der weiterführenden Schule gut angekommen ist.

- Freunde zu haben, mit denen man sich sich so wohl und vertraut fühlt, nachdem man sich ewig nicht gesehen hat. Das ist ein sehr grosses Geschenk.

- Diese Jahr war ich seit langem mal wieder an der See. Ich, die Süddeutsche , die von Weinbergen umarmt aufgewachsen ist, habe die Weite und die Ostseeluft so genossen.
Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?
Ich hatte geplant, Anfang des Jahres mit der Akquise los legen. Das wäre vernünftig gewesen, da es mit letztes Jahr Kunden gebracht hat und die Telefonate alle, egal wie sie ausgegangen waren, freundlich verliefen. Leider- oder auch nicht leider- kam ein grossen Projekt auf mich zu und ich habe dieses Thema verschoben. Und noch mal verschoben. Das hat mich selber sehr geärgert und ich habe mich verurteilt, dass ich nicht den Startknopf gefunden habe.
Im Nachhin gesehen habe ich den Startknopf eigentlich schon viel eher im Jahr gedrückt, aber halt nicht in Sachen Telefonakquise , sondern im realen Netzwerken mit Menschen, denen man im Gespräch in die Augen sehen kann, deren Hand man schütteln kann. So in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen, fühlt sich für mich selbstverständlich und natürlich an. Ich denke ich sollte , das als Gabe sehen und die Telefonaquise als zusätzliche Option aber nicht als ein Muss, das immer über mir schwebt.
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2025?
Druck, den ich mir selber mache, lasse ich dankend zurück. Ich brauch ihn nicht mehr.



2 Antworten
Liebe Birgit,
welch ein Genuss, einen Jahresrückblick zu lesen und so schöne professionelle Bilder zu sehen. Das hat mir Spaß gemacht. Interessant sind deine Gedanken zu Anfang, dass du erstmal überlegst, was du überhaupt schreiben sollst. Ich kann dir nur sagen: Freu dich auf nächstes Jahr, denn dann macht es noch größere Freude, zurückzublicken.
Ich habe tatsächlich auch Parallelen entdeckt, denn ich habe auch schon einmal einen SPD-Bürgermeisterwahlkampf bei uns im Ort mit meiner Werbeagentur begleitet, Das fand ich sehr spannend, diese Parallele zu entdecken.
Ich wünsche dir ein entspanntes neues Jahr, mit oder ohne Telefonakquise. Ich kann es nachempfinden, tatsächlich habe ich 2028 mit einer Woche Telefonakquise (das war emotional echt hart da dranzugehen), mein Unternehmen gerettet. Die Gespräche damals waren echt nett! Aber Eigenverantwortung ist einfach alles.
Alles liebe!
Susanne
Liebe Birgit
Sehr schön, was du mit dem Nachdenken herausgefiltert hast. So am Jahresende macht plötzlich alles zusammen einen Sinn.
Eine sehr schöne Bildersammlung zusammengestellt und damit ein Interessantes Jahr aufgezeigt! Du hast Entscheidungen getroffen, die schon gefühlt fällig waren, und damit hast du den nötigen Platz für Neues geschaffen, die du jetzt ohne Druck weiter verfolgen kannst. Das ergibt sicher einen guten Start für 2026. ich wünsche dir viel Erfolg und Freude im neuen Jahr!
Liebe Grüsse, Bori