Warum Mitarbeiter nicht auf Unternehmensfotos wollen und was Sie dagegen tun können.
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Mitarbeiter mit ins Boot holen.

Sie kennen das, es sind neue Fotos für Ihre Unternehmensdarstellung geplant und der Fototermin steht ins Haus. So richtige Euphorie kommt bei Ihren Mitarbeitern, die fotografiert werden sollen, nicht auf.
Es ist zum verzweifeln.
Die entscheidende Frage ist: Warum fehlt die Euphorie?

Hier sind die Top 3 Gründe:

1. Der Mitarbeiter hat schlechte Erfahrungen von sich vor der Kamera gemacht haben.

 Der Mitarbeiter fühlt sich nicht fotogen und will sich so auf keiner Website und in keinem Prospekt präsentieren. In Zeiten, in denen man dank Handyfotos vor unvorteilhaften Schnappschüssen nicht sicher ist ein verständlicher Standpunkt.

Was tun?

Wichtig ist jetzt, dass Sie Ihrem Mitarbeiter versichern, dass Sie einen Fotograf dafür engagiert haben, der nachweislich gut darin ist, Menschen vor der Kamera zu lockern, sie vorteilhaft zu positionieren und die Situation für sie angenehm zu machen.

2. Der Mitarbeiter pocht auf die Datenschutzverordnung. Dazu er hat natürlich das Recht.
Ja, und jetzt?

Aber vielleicht hinterfragen Sie einmal, ob das der wirkliche Grund ist.
Eventuell geht es sich um etwas ganz Anderes und diese Andere führt uns zu Punkt 3:

3. Es hat etwas mit der Einstellung  und der Bindung zum Unternehmen zu tun.

Der Mitarbeiter möchte das Unternehmen nicht auf Bildern repräsentieren.
Das ist übel, weil Mitarbeiter, die nicht auf Ihrer Seite sind, Ihr Unternehmen nicht voran bringen.

Wie könnte die Lösung aussehen?

Dazu möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen:

Vor kurzem hat mir eine Recruiting Managerin erzählt, dass in Ihrem Unternehmen im Vorfeld zur Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke auf eine bestimmte Art und Weise vorgegangen worden ist.

Durch einen externen Dienstleister wurde ein Team von 50 freiwilligen Personen der Arbeitnehmerschaft zusammengestellt.
Diese Arbeitnehmer wurden nach Ihrer Meinung gefragt:

Was ist für euch das Besondere an diesem Unternehmen?
Was hat es für euch als Arbeitnehmer zu bieten?
Was findet ihr nicht so gut?
Das ist ein tolles Beispiel und es ist leicht nach zu voll ziehen, dass es etwas mit diesen Mitarbeitern macht, wenn sie das Gefühl haben, dass sie Mitspracherecht haben, sie sehr wichtig für das Unternehmen sind und wertgeschätzt werden.

Ihre Teilnahme an der Umfrage war an nichts gebunden.

Nach diesem Team-Meeting, haben sich einige freiwillig für Fotos gemeldet, einige möchten über ihre Social-Media-Accounts Marken-Influencer für Ihr Unternehmen werden.

Diese Geschichte hat mich beeindruckt.

Und es zeigt, dass es sich manchmal lohnen kann in eine Umfrage zu investieren, auch wenn es nicht immer zu solch grossen Erfolgserlebnissen führen muss.

Wichtig ist, egal in welchem Rahmen Sie die Umfrage starten, ob als anonyme Umfrage oder grösser angelegt durch einen externen Dienstleister, dass die Mitarbeiter nicht nur pro forma gefragt werden. Denn in diesem Fall wäre diese Maßnahmen ja nur ein Vorwand, damit der Mitarbeiter ein Gefühl des Mitspracherechts hätte.

Es geht viel mehr darum, dass es nicht nur bei einer Umfrage bleibt, deren Ergebnis in der Schublade landet.
Kein Mitarbeiter hat Lust dazu, die x-te Umfrage auszufüllen und dabei zu merken, dass seine Meinung gar keinen Ausschlag bringt, sie überhaupt nicht wirksam ist.
Damit erreichen Sie das Gegenteil. Nämlich einfach nur Frust.

Gehen Sie vom Gedanken: „Ich gebe den Mitarbeitern nur das Gefühl, dass ich ihnen zuhöre“ zu „Mir ist wichtig was ihr sagt. Und ihr gestaltet mit.“

Fazit:

Eine Umfrage unter Ihren Mitarbeitern ist ein tolles Werkzeug, um im Vorfeld von Fotoaufnahmen, alle ins Boot zu holen.
Ihre Mitarbeiter spüren, dass sie mit einbezogen werden und, dass Ihnen ihre Meinung wichtig ist.
Sie werden sich mit Ihnen, als Ihr Arbeitgeber verbunden fühlen und werden aus dem Grund heraus viel eher dem Unternehmen ein Gesicht geben wollen.

Ein praktischen Nebeneffekt ist, dass Sie Erkenntnisse darüber erhalten, wie ihr Betrieb von innen gesehen wird.
Sie erhalten Argumente von ihren Mitarbeiter, die sie wunderbar in Ihr employer branding einfliessen lassen können. Eine gute Arbeitgebermarke wiederum hat zweierlei Vorteile. Sie bindet das bestehend Person emotional an das Unternehmen und es werden auch die passenden Fachkräfte angezogen.

Das alles ergibt eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Es ist also immer eine gute Idee Ihre Mitarbeiter frühzeitig in die Planung eines Fotoshootings für das Employer Branding oder die Unternehmensdarstellung einzubeziehen. Damit stellen Sie sicher, dass alle ein Interesse am Erfolg der Aktion haben, alle an einem Strang ziehen und alle mit im Boot sind.